Frontalansicht auf ein junges Exemplar. Die Hutfarbe ist blass grünlich-weiß. Auf dem Hut befinden sich noch wenige Velumreste. Die Knolle ist abgesetzt vom Stiel ohne offene Volva.
Ansicht einer Knolle. Man erkennt eine Absetzung vom Stiel; es gibt jedoch keine offene Volva. Die Knolle des Gelben Knollenblätterpilzes ist das beste (wenn auch nicht immer ein sicheres) Unterscheidungsmerkmal zu seinen tödlich giftigen Verwandten.
Blick auf die Hutunterseite. Die weißlichen und dicht stehenden Lamellen sind nicht am Stiel angewachsen (was auf diesem Bild aber äußerst schwer zu erkennen ist). Erkennbar ist der häutige und hängende Ring.
Der Gelbe Knollenblätterpilz ist ein treuer Begleiter in sauren Nadel- und Laubwäldern. Sein Hut ist blassgelb bis zitronengelb, kann aber bei viel Regen fast weiß ausblassen. Markant sind die unregelmäßigen, weißlichen bis bräunlichen Velumflocken auf dem Hut. Das sicherste Erkennungsmerkmal ist sein Geruch: Er riecht intensiv und unangenehm nach alten Kartoffelkeimen oder einem feuchten Kartoffelkeller. Die Stielbasis endet in einer großen, wie mit dem Messer abgeschnitten wirkenden (gerandeten) Knolle, die direkt im Boden steckt.
☣ Speisewert: Ungenießbar / Schwach giftig Obwohl er nicht die tödlichen Gifte seiner Verwandten enthält, ist er kein Speisepilz. Er enthält Bufotenin und Magen-Darm-Gifte. Aufgrund des minderwertigen Geschmacks (nach Kartoffelschalen) und der extremen Verwechslungsgefahr mit tödlichen Arten muss dringend vom Verzehr abgeraten werden.
💡 Bestimmungs-Tipp: Die Knolle und der Geruch
Prüfen Sie die Basis: Die Knolle des Gelben Knollenblätterpilzes ist "gerandet", sie sieht aus wie eine Kugel, in die der Stiel hineingesteckt wurde. Kombiniert mit dem typischen Kartoffelgeruch ist er gut von seinen tödlichen, nach Honig oder neutral riechenden Verwandten zu unterscheiden.
5.0 cm - 10.0 cm breit; blassgelb, zitronengelb, gelbgrünlich, selten auch weißlich; jung halbkugelig, dann gewölbt bis ausgebreitet, Oberfläche glatt, matt bis glänzend, mit unregelmäßigen, eckigen, weißgelben, scholligen Velumresten
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen frei, gedrängt, weißlich bis blassgelblich
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 12.0 cm, max. Stielbreite 1.5 cm; zylindrisch, Ring häutig, hängend, blassgelb, Knolle rundlich, bis 3 cm breit, vom Stiel abgesetzt
Fleisch:
dünn, weich, weißlich
Geruch:
nach rohen Kartoffeln
Geschmack:
widerlich
Mikroskopische Aufnahme: Sporen von Gelber Knollenblätterpilz
weiß (Sporenpulver); Größe: 8,0–10,5 x 7,5–10,0 µm (Q-Wert: ca. 1,0–1,1), kugelig bis fast kugelig; Ornament: glatt, amyloid (in Melzers Reagenz dunkel bläulich-grau bis schwarzblau anreagierend); Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: Sporen in Melzers Reagenz amyloid, KOH-Reaktion inaktiv.
✘Hut: 5-10 cm breit; zitronengelb bis weißlich-gelb; mit flachen, unregelmäßigen, bräunlichen oder weißen Velumresten (Hautlappen) besetzt; Rand glatt.
✘Lamellen: Weiß bis blassgelblich; stehen dicht; frei vom Stiel.
✘Stiel: Weißlich-gelb; mit einem hellgelben, hängenden Ring; Basis mit einer auffällig abgesetzten, gerandeten Knolle.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
KARTOFFELGERUCH & RANDKNOLLE:
Sein markantestes Merkmal ist der intensive Geruch nach **alten Kartoffelkellern** oder Keimen von Kartoffeln. Im Gegensatz zum tödlich giftigen Grünen Knollenblätterpilz hat er eine scharf abgesetzte, fast rechtwinklig gerandete Knolle und meist flache Velumreste auf dem Hut.
Sammler-Berichte
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