Wichtiger Hinweis: Optische Bestimmungshilfe – Keine Verzehrfreigabe!
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Ansicht von schräg oben auf ein ausgewachsenes Exemplar. Auf diesem Bild ist der Buckel typisch spitz. Die Hutränder sind in diesem Stadium, wie hier meist nach oben gebogen und eingerissen.
Blick auf die Hutunterseite. Die Lamellen stehen gedrängt und sind ausgebuchtet angewachsen. Gut zu erkennen ist die weißliche Bewimperung der Schneiden.
Ansicht von schräg oben. Hier kann man sehr gut die variablen Farben und Formen (vgl. vorderer und hinterer Bildbereich) dieses Pilzes erkennen, was eine Bestimmung im Einzelfall sehr schwierig machen kann.
Der Kegelige Risspilz ist ein giftiger Vertreter der Risspilze. Sein kegelförmiger bis glockiger Hut weist eine charakteristische radial-faserige Struktur auf, die bei Trockenheit teilweise aufreißen kann. Der Hut ist meist gelblich bis ockerbraun gefärbt und wird im Alter zunehmend bräunlich. Er bevorzugt kalkhaltige Böden in Laub- und Mischwäldern sowie an grasigen Stellen, beispielsweise in Parkanlagen und unter Laubbäumen.
⚠ GIFTIG: Muscarin-Syndrom Der Kegelige Risspilz enthält das Toxin Muscarin. Der Verzehr kann zum charakteristischen Muscarin-Syndrom mit starkem Speichel- und Tränenfluss, Schweißausbrüchen, Miosis (Verengung der Pupillen), Erbrechen, Diarrhö, Bradykardie und Blutdruckabfall führen. Schwere Vergiftungen können lebensbedrohlich sein. Eine Verwechslung mit essbaren Arten wie dem Maipilz ist möglich. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
💡 Bestimmungs-Tipp: Verwechslung vermeiden Eine sichere Unterscheidung vom Maipilz sollte nicht anhand einer vermeintlichen Rötung erfolgen. Achten Sie stattdessen auf die kegelige Hutform, die radial-faserige Hutoberfläche und die für Risspilze typische Erscheinung. Der Maipilz besitzt dagegen einen meist hellen, glatten bis fein faserigen Hut und einen charakteristischen Mehl- bzw. Gurkengeruch. Eine sichere Bestimmung sollte immer anhand mehrerer Merkmale erfolgen.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Inocybe rimosa
Weitere Bezeichnungen:
inocybe fastigiata, Kegeliger Rißpilz
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
3.0 cm - 8.0 cm breit; graulich, gelbockerlich, gelbbräunlich; anfangs kegelig, bald ausgebreitet, zugespitzter Buckel, Oberfläche mit radial verlaufenden Fasern, Mitte meist dunkler, Rand jung eingebogen, rasch schwindende Cortina, später nach unten abgebogen, im Alter auch aufwärts gebogen und mehr oder weniger tief eingerissen
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen etwas gedrängt, jung graubeige, alt schmutzig bräunlich, Schneiden weißlich bewimpert
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 8.0 cm, max. Stielbreite 1.5 cm; zylindrisch, ohne Knöllchen, jung weißlich, später gelblich-hellockerlich, etwas faserig-flockig
Fleisch:
gelblich weiß
Geruch:
spermatisch
Geschmack:
leicht erdig
Sporen:
ockerbraun bis gelbbraun; Größe: 10,0–15,0 x 5,5–8,0 µm (Q-Wert: ca. 1,6–2,2), mandelförmig bis subphaseoliform (bohnenförmig), glatt (keine Höckersporen im Gegensatz zu vielen anderen Risspilz-Arten), mäßig dickwandig; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion inaktiv.
⚠Hut: 3-8 cm breit; strohgelb bis ockerbraun; kegelig-glockig mit spitzem Buckel; Oberfläche radial-faserig und im Alter vom Rand her tief aufreißend (rimös).
⚠Lamellen: Jung weißlich-grau, später oliv- bis schmutzigbraun; stehen dicht; fast frei oder schmal angeheftet.
⚠Stiel: Weißlich bis blass ockerlich; faserig; oft mit einer leicht verdickten, aber nicht gerandeten Basis; kein Ring vorhanden.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
SPITZER BUCKEL & SPERMATISCHER GERUCH:
Charakteristisch sind der kegelige Hut mit der radial-faserigen Struktur und der markante, **spermatische Geruch** (erinnert an Kastanienblüten). Er unterscheidet sich von essbaren Champignons durch das Fehlen eines Rings und die olivbraunen (nicht rosa oder schwarzbraunen) Lamellen.
Sammler-Berichte
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