Der Keulenfuß-Trichterling ist ein häufiger Begleiter in Nadel- und Mischwäldern. Sein markantestes Merkmal ist der Stiel, der zur Basis hin deutlich keulig oder ampullenförmig anschwillt und eine weiche, schwammige Konsistenz aufweist. Der Hut ist flach ausgebreitet, in der Mitte oft leicht vertieft und hat eine graubraune bis olivbraune Farbe. Die Lamellen sind weißlich bis hellgelb und laufen deutlich am Stiel herab. Auffällig ist auch der süßliche, fast marzipanartige Geruch des Fleisches.
☠ Giftigkeit & Alkohol (Acetaldehyd-Syndrom) Der Keulenfuß-Trichterling kann in Verbindung mit Alkohol zu Vergiftungserscheinungen führen. Die Reaktion kann auftreten, wenn Alkohol bis zu 3 Tage vor oder nach dem Verzehr konsumiert wird.
Wirkung: Der Pilz enthält Stoffe, die die Aldehyddehydrogenase hemmen können. Dadurch wird der Abbau von Acetaldehyd beeinträchtigt, sodass sich Acetaldehyd im Körper anreichern kann.
Symptome: Gesichtsrötung (Flush), Hitzegefühl, Schweißausbruch, Herzrasen, Schwindel, Übelkeit und Atemnot.
Wichtig: Die für die Reaktion verantwortlichen Inhaltsstoffe sind nicht vollständig geklärt. Neben Coprin werden weitere unbekannte Wirkstoffe diskutiert.
Empfehlung: Wegen des möglichen Acetaldehyd-Syndroms sollte der Pilz nicht zusammen mit Alkohol verzehrt werden.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Die "Ampulle" Achten Sie auf die extrem weiche, schwammige Stielbasis, die im Vergleich zum restlichen Pilz überproportional dick wirkt. Drücken Sie den Stiel vorsichtig: Er fühlt sich fast wie Watte an.
4.0 cm - 8.0 cm breit; graubraun, braunoliv; anfangs flach gewölbt, dann flach ausgebreitet, auch schwach niedergedrückt, stumpf gebuckelt, Oberfläche glatt, seidig-faserig, am Rand heller bis weißlich, Rand leicht gerippt
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen sichelförmig am Stiel herablaufend, teilweise gegabelt, untermischt, elfenbeinweiß bis blassgelb, Schneiden glatt
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 10.0 cm, max. Stielbreite 3.0 cm; voll, schwammig, längsfaserig, weißlich bis blassbräunlich, im unteren Teil auffallend aufgeblasen (bis 3 cm breit), Basis weißfilzig
Fleisch:
weich, schwammig, weißlich, bei Regen vollgesogen
Geruch:
würzig, mandelartig
Geschmack:
mild
Sporen:
weiß bis blass cremefarben (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop hyalin (durchsichtig); Größe: 6,5–8,0 x 4,5–5,5 µm (Q-Wert: ca. 1,3–1,6), breit ellipsoid bis sublacrymoid (tropfenförmig), glatt, dünnwandig, nicht cyanophil; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid (nicht amyloid), KOH-Reaktion inaktiv.
⚠Hut: 4-8 cm breit; graubraun bis olivbraun; erst flach gewölbt, später trichterförmig vertieft; Rand meist heller und recht dünn.
⚠Lamellen:weißlich bis blassgelb; weit am Stiel herablaufend; mäßig dicht stehend und leicht vom Hutfleisch ablösbar.
⚠Stiel: Wie der Hut gefärbt; zur Basis hin auffallend keulig aufgeblasen; Fleisch im Stiel sehr weich, fast schwammig-wattig und wasserzügig.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
KEULENSTIEL & ABLÖSBARE LAMELLEN:
Die Kombination aus dem deutlich keulig verdickten, schwammigen Stiel und den blassgelben, herablaufenden Lamellen ist das sicherste Erkennungsmerkmal. Ein hilfreiches Feldmerkmal ist zudem, dass sich die Lamellen mit dem Fingernagel leicht als Ganzes vom Hut abschieben lassen.
Sammler-Berichte
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