Blick von schräg oben. Ein Erkennungsmerkmal ist die spitzkegelige Schuppung auf der Hutoberfläche. Diese Schuppen sind jedoch abwischbar (auch durch Regen; hierdurch nicht immer so markant erkennbar).
Blick auf ein liegendes Exemplar. Die Bucklung des Hutes ist nicht unbedingt typisch. Auch die typischen Schuppen sind hier praktisch nicht mehr zu erkennen.
Der Spitzschuppige Stachelschirmling ist ein kräftiger Vertreter seiner Gattung und fällt sofort durch seine pyramidenförmigen, spitz zulaufenden braunen Schuppen (Stacheln) auf dem helleren Hutgrund auf. Im Gegensatz zu den Riesenschirmlingen (Parasolen) sind seine Lamellen sehr gedrängt und gabelig verzweigt. Er wächst meist auf kalkhaltigen Böden und ist oft in Gärten, Parks oder entlang von Waldwegen zu finden. Ein weiteres typisches Merkmal ist sein starker, unangenehmer Geruch, der an Leuchtgas oder den Stink-Schirmling erinnert.
⚠ Kulinarik-Hinweis: Giftig Der Pilz ist giftig und kann heftige Magen-Darm-Beschwerden (Gastrointestinales Syndrom) verursachen. Darüber hinaus sind nach dem Verzehr in Verbindung mit Alkohol Fälle eines Antabus-ähnlichen Syndroms dokumentiert. Dabei kann es zu Gesichtsrötung, Kopfschmerzen, Herzrasen und Atemnot kommen. Der genaue für diese Reaktion verantwortliche Inhaltsstoff ist bislang nicht eindeutig identifiziert. Der Pilz hat in der Küche nichts zu suchen.
🍂 Ökologie & Vorkommen: Er bevorzugt nährstoffreiche, oft kalkhaltige Böden in Laub- und Mischwäldern sowie in Gartenanlagen. Die Hauptfruchtzeit liegt zwischen August und Oktober, doch bei milder Witterung können Vorläufer bereits im Frühsommer und Nachzügler vereinzelt bis in den Januar hinein gefunden werden.
🔬 Bestimmungs-Tipp:Stacheln & Lamellen
Achten Sie auf die aufrecht stehenden, spitzen Warzen auf dem Hut, die sich bei Berührung leicht abwischen lassen. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Schirmlingen sind zudem die gegabelten Lamellen und der Ring, der an der Unterseite oft braun punktiert ist.
4.0 cm - 15.0 cm breit; cremefarben; jung kegelig-glockig, alt flach ausgebreitet, dickfleischig, mit gelbbraunen bis dunkelbraunen, spitzkegeligen bis angedrückten, abreibbaren Schuppen, Rand jung durch feinfädigen Schleier mit dem Stiel verbunden
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
frei, gedrängt stehend, häufig gegabelt, jung weißlich, später cremefarben
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 12.0 cm, max. Stielbreite 2.0 cm; cremefarben, zylindrisch, zuerst voll, dann hohl, Ring häutig, hängend, oberseits cremefarben mit braunflockigem Rand, Basis meist knollig
Fleisch:
weiß, weich, alt etwas bräunend
Geruch:
widerlich
Geschmack:
widerlich
Sporen:
weiß (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop hyalin (durchsichtig); Größe: 7,0–10,0 x 2,5–3,5 µm (Q-Wert: ca. 2,5–3,2), schmal zylindrisch bis spindelig (fusiform), glatt, dünnwandig; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid (nicht amyloid), KOH-Reaktion inaktiv.
⚠Hut: 5-15 cm breit; hellbraun bis rotbraun; dicht besetzt mit spitzen, abstehenden, warzigen Schuppen, die sich leicht abwischen lassen.
⚠Lamellen:weißlich bis blasscreme; sehr dicht stehend; oft gegabelt; frei vom Stiel.
⚠Stiel: Farblich wie der Hut oder etwas blasser; mit einem großen, hängenden Ring, der unterseits oft braune Schüppchen trägt; Basis knollig verdickt.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
STACHELIGE SCHUPPEN & GERUCH:
Die Kombination aus den spitzkegeligen, braunen Schuppen und den extrem dicht stehenden, weißen Lamellen ist charakteristisch. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist der stechende, unangenehme Geruch nach Leuchtgas oder Stinkschirmling (Cristatin-Komponente).
Sammler-Berichte
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