Ansicht von leicht schräg oben. Ein wichtiges Erkennungszeichen für diesen Trichterling - der (z. T. weit) geriefte Hutrand - ist sehr gut zu erkennen.
Der Gerieifte Mehltrichterling ist ein kleiner, hygrophaner Pilz. Das bedeutet, seine Farbe ändert sich je nach Feuchtigkeit: In nassem Zustand ist er graubraun mit einem deutlich gerieiften (durchscheinend gestreiften) Hutrand, trocken bleicht er fast weißlich-grau aus. Die Lamellen laufen deutlich am Stiel herab, was typisch für die Gattung der Trichterlinge ist. Sein Fleisch ist dünn und sehr zerbrechlich.
🍳 Kulinarik-Hinweis: Ungenießbar Aufgrund seines sehr minderwertigen, oft etwas ranzigen Geschmacks wird dieser Pilz als ungenießbar eingestuft. Zudem besteht bei grauen Trichterlingen eine erhebliche Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, die Muscarin enthalten.
🍂 Ökologie & Standort: Er wächst als Saprobiont vor allem in der Nadelstreu unter Fichten und Kiefern, kommt aber auch in Laubmischwäldern vor. Er ist ein typischer Spätherbstpilz, der oft in großen Gruppen oder Hexenringen bis weit in den Dezember hinein (nach den ersten Frösten) zu finden ist.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Geruch & Hutrand Das wichtigste Merkmal ist der intensive Mehlgeruch (ähnlich wie frisch aufgeschnittene Gurke). Achten Sie zudem auf den gerieiften Hutrand im feuchten Zustand – die feinen Streifen ziehen sich vom Rand ein Stück weit zur Mitte.
1.0 cm - 6.0 cm breit; graubraun, beigebraun, olivbraun, horngrau; jung flach, dann trichterförmig, kahl, hygrophan, Huthaut glänzend, speckig, Rand erst eingerollt, später hochstehend, gerieft
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen breit angewachsen bis stark herablaufend, mit Zwischenlamellen, mäßig gedrängt
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 10.0 cm, max. Stielbreite 0.8 cm; zylindrisch, hohl, hutfarben, weißlich bereift bis faserig, Basis etwas zottig
Fleisch:
graubräunlich, dünn, weich, wässerig
Geruch:
ranzig-mehlartig
Geschmack:
ranzig-mehlartig
Sporen:
weiß (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop durchsichtig (hyalin); Größe: 6,0–8,0 x 3,5–5,0 µm (Q-Wert: ca. 1,4–1,7), ellipsoid bis tropfenförmig, glatt, dünnwandig; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz nicht amyloid (inamyloid), KOH-Reaktion negativ.
✘Hut: 1-6 cm breit; trichterförmig vertieft; graubraun bis horn-grau; stark hygrophan (beim Abtrocknen ausblassend); Rand deutlich bis zur Mitte durchscheinend gerieft.
✘Lamellen: Grau-weißlich bis hellgrau; deutlich am Stiel herablaufend; recht dicht stehend.
✘Stiel: Farblich wie der Hut (graubraun); elastisch-zäh; oft hohl; Basis meist mit weißem Myzelfilz umschlungen.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
MEHLGERUCH & RIEFUNGEN:
Das markanteste Merkmal ist der intensive Geruch nach frischem Mehl oder aufgeschnittener Gurke. In Kombination mit dem deutlich gerieften Hutrand und dem Vorkommen in Nadelwäldern (oft unter Fichten) ist er gut erkennbar. Er bleicht beim Trocknen von der Mitte her weißlich aus.
Sammler-Berichte
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