Dieser Pilz ist auch unter dem Namen Wollstieliger Tintling sehr bekannt. Dieser Name kommt von dem wollig beflockten Stiel, der besonders bei jungen Exemplaren markant ausgeprägt ist. Wie viele Tintlinge ist auch er extrem kurzlebig: Er erscheint oft über Nacht und beginnt bereits nach wenigen Stunden, sich von den Huträndern her schwarz zu verfärben und tintig zu zerfließen (Autolyse). Er ist ein klassischer Dungbewohner und zeigt oft nährstoffreiche Stellen im Wald oder in der Nähe von menschlichen Siedlungen an.
🍳 Vorbereitung & Verwendung: Ungenießbar Der Wollstielige Tintling wird als ungenießbar eingestuft. Er besitzt kaum Fleisch und zerfließt so schnell, dass er für kulinarische Zwecke völlig unbedeutend ist. Zudem könnte er (wie viele Tintlinge) in Kombination mit Alkohol Unverträglichkeiten auslösen (Coprinus-Syndrom), was jedoch bei dieser speziellen Art noch nicht abschließend geklärt ist.
🍂 Ökologie & Standort: Er ist ein ausgesprochener Stickstoffanzeiger und wächst meist auf Misthaufen, stark gedüngten Äckern, Kompost oder auf verrottendem Stroh. Man findet ihn oft in der Nähe von Ställen oder auf Weideflächen. Er erscheint vom Frühjahr bis in den Herbst, oft in großen Gruppen nach Regenfällen.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Wolliger Stiel Achten Sie auf den Stiel: Dieser ist weißlich und bei jungen Pilzen mit weichen, wolligen Flocken bedeckt, die sich leicht abwischen lassen. Der Hut ist anfangs walzenförmig, später glockig und grau-faserig. Im Gegensatz zum Schopftintling ist er deutlich kleiner und zierlicher.
1.0 cm - 7.0 cm breit; aschgrau, olivgrau, graubraun; jung fingerhutförmig, zuerst vollständig mit weißlich, struppig abstehendem, haarigem Filz bedeckt, später verkahlend
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen grau, später mit schwarzen Schneiden, gedrängt stehend, am Stiel angeheftet
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 8.0 cm, max. Stielbreite 0.7 cm; weiß, wollig-flockig, manchmal wurzelnd, Basis meist verdickt
Fleisch:
weißlich, grau verfärbend, dünn, brüchig
Geruch:
unbedeutend
Geschmack:
unbedeutend
Sporen:
schwarz (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop dunkelbraun bis schwarzbraun; Größe: 7,5–10,5 x 5,0–6,5 µm (Q-Wert: ca. 1,4–1,7), ellipsoid bis mandelförmig, glatt, dickwandig; Keimporus: deutlicher, zentraler Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion inaktiv.
●Hut: 1-7 cm breit, bis 8 cm hoch; grau bis graubraun; jung walzenförmig, später glockig; mit dichten, weißen, struppigen Velumflocken bedeckt.
●Lamellen: Jung weiß, dann grau und schließlich schwarz; sehr dicht stehend; bei Reife tintig zerfließend (Autolyse).
●Stiel: Weiß; hohl; zerbrechlich; zur Basis hin oft etwas verdickt und wurzelnd; Oberfläche feinflockig bis faserig.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
STRUPPIGES VELUM & STANDORT:
Der Pilz ist durch seine stark struppig-flockige Hutoberfläche und das Wachstum auf Dung oder stark stickstoffreichem Substrat gekennzeichnet. Er ist extrem hinfällig und zerfließt oft schon wenige Stunden nach dem Erscheinen zu einer schwarzen Flüssigkeit. Der Geruch ist unbedeutend bis schwach unangenehm.
Sammler-Berichte
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