Mushroom-Toxin.de - Dein Portal für Pilzbestimmung
Startseite | Suche > Kahler Krempling
Anzeige
€

Nebenbei Geld verdienen

Teile deine Meinung und lass dich dafür bezahlen. Sicher & seriös bei Bezahlte-Online-Umfragen.de

Jetzt kostenlos anmelden ›

Kahler Krempling

(Paxillus involutus)

📖 Lamellenpilze
💀
TÖDLICH GIFTIG! (Heimtückisch) Dieser Pilz löst das Paxillus-Syndrom aus. Er bildet Antikörper im Blut, was nach wiederholtem Verzehr zu einer plötzlichen, tödlichen Immunreaktion führen kann. Absolut kein Speisepilz!
📷 Pilzbilder

🔍 Zum Vergrößern auf ein Bild tippen

Speisewert: tödlich giftigtödlich giftig
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Mä
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
✨ Wissenswertes
Der Kahle Krempling ist ein extrem häufiger und anpassungsfähiger Pilz, der in fast allen Waldtypen sowie in Gärten und Parks vorkommt. Er zeichnet sich durch seinen namensgebenden, lange Zeit eingerollten (krempeligen) Hutrand aus. Die Lamellen lassen sich leicht wie bei einem Röhrling vom Hutfleisch trennen und laufen deutlich am Stiel herab. Bei Druck verfärben sich die Lamellen und das Fleisch schnell schmutzig braun. Obwohl er Lamellen besitzt, ist er genetisch tatsächlich näher mit den Steinpilzen verwandt (Ordnung Dickröhrlingsartige).
☢ Tödliche Gefahr: Das Paxillus-Syndrom
Lange Zeit wurde der Kahle Krempling als Speisepilz genutzt. Heute ist jedoch bekannt, dass wiederholter Verzehr bei dafür empfänglichen Personen ein schweres, potenziell tödliches Paxillus-Syndrom auslösen kann. Dabei reagiert das Immunsystem auf ein bislang nicht eindeutig identifiziertes Antigen des Pilzes. Nach wiederholtem Verzehr kann es zu einer schweren immunologisch bedingten Zerstörung roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie) kommen. In schweren Fällen sind Nierenversagen, Multiorganversagen und Tod möglich. Das Syndrom kann auch nach jahrelangem, zuvor scheinbar problemlos vertragenem Verzehr auftreten.
💡 Bestimmungs-Tipp: Drucktest und Rand
Typisch ist die samtige Hutoberfläche bei jungen Pilzen und der filzige, stark eingerollte Rand. Wenn man mit dem Finger über die hellbraunen Lamellen streicht, verfärben sich diese innerhalb kürzester Zeit dunkel- bis rostbraun. Der Pilz kann außerdem im rohen Zustand ein Magen-Darm-Syndrom verursachen. Die dabei wirksamen Substanzen sind nicht eindeutig geklärt. Dies ist vom immunologisch bedingten Paxillus-Syndrom zu unterscheiden.
🍳 Kulinarik-Warnung: Absolut kein Speisepilz!
Aufgrund des unberechenbaren und potenziell tödlichen Paxillus-Syndroms muss strikt vom Verzehr abgeraten werden. Es gibt keine als sicher geltende Zubereitungsart, mit der sich das Risiko des Paxillus-Syndroms ausschließen lässt. Dass ältere Generationen diesen Pilz oft noch gegessen haben, bedeutet daher nicht, dass er als Speisepilz sicher ist. Das Paxillus-Syndrom kann erst nach wiederholtem Verzehr und teilweise erst nach langer Zeit auftreten.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Paxillus involutus
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
5.0 cm - 20.0 cm breit; gelbbraun, olivbraun, rostbraun; schon frühzeitig niedergedrückt, Oberfläche feinsamtig bis glatt, feucht etwas schmierig, Rand meist gefurcht, lange eingerollt. Hut, Lamellen und Stiel verfärben sich bereits auf leichten Druck dunkel braunrot
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen laufen am Stiel herab, oft gegabelt, leicht ablösbar, jung blassgelb, gelbbräunlich, alt rostbraun, trotz den Lamellen gehört der Kahle Krempling zu den Röhrenpilze
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 8.0 cm, max. Stielbreite 2.0 cm; zylindrisch, oft gebogen, voll, Oberfläche blassgelb, schmutzig gelb bis braunrötlich, oft fein bereift
Fleisch:
weich, saftig, blass gelbbraun
Geruch:
säuerlich
Geschmack:
säuerlich
Sporen:
ockerbraun bis rostbraun; Größe: 7,5–10,5 x 5,0–6,5 µm (Q-Wert: ca. 1,4–1,7), ellipsoid bis breit ellipsoid; Ornament: glatt, dickwandig; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion inaktiv.
Boden:
saurer Boden
Begleitpflanze:
Rotstängelmoos
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Nadelwald Mischwald Gärten Parkanlagen unter Fichten unter Buchen unter Eichen unter Birken unter Kiefern unter Tannen unter Erlen
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
  • ✘ Hut: 5-20 cm, oliv- bis rotbraun; Form oft trichterartig, der Rand bleibt auffallend eingerollt.
  • ✘ Lamellen: Ocker- bis olivbraun, am Stiel herablaufend; sie lassen sich leicht abschieben.
  • ✘ Stiel: Farblich wie der Hut, fest, bei Druck bräunend.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
SOFORTIGES BRAUNEN & LAMELLEN-SCHIEBTEST: Eines der markantesten Merkmale ist, dass die Lamellen und der Hut bei der kleinsten Berührung oder Druck sofort **schmutzig braun anlaufen**. Zudem lassen sich die Lamellen ganz leicht mit dem Daumen vom Hutfleisch wie eine Schicht abschieben.
!
Achtung - Tödlich Giftig:
Gefahr Paxillus-Syndrom: Der Pilz zerstört schleichend das Blutbild. Wer ihn früher "vertragen" hat, ist nicht sicher – die tödliche Reaktion tritt oft erst beim wiederholten Mal auf.
EXTERNER MEDIENINHALT
Bestimmungs-Video: Kahler Krempling Erkennungsmerkmale (YouTube)
Hinweis: Dieses Video stammt von einem Drittanbieter auf YouTube und ist kein Angebot von Mushroom-Toxin.de.
Doppelgänger:
⚠ VORSICHT: Doppelgänger & Verwechslungen

Pilz kommentieren

Sammler-Berichte

Noch keine Kommentare vorhanden.

🔍 NEUE SUCHE STARTEN