Nahansicht. Auch wenn dieses Exemplar schon sehr alt ist; seine Arme sind auch bereits in einem früheren Altersstadium sehr zerbrechlich. Der Pilz ist sehr selten und auch nicht essbar - also bitte stehen lassen.
Der Tintenfischpilz ist im ausgewachsenen Zustand nahezu vollkommen unverwechselbar. Er entwickelt sich aus einem schmutzig-weißen, bis zu 5 cm großen "Hexenei". Bei der Reife bricht die Hülle auf und es entfalten sich 3 bis 8 leuchtend tintenfischartige, rote Arme, die zunächst an der Spitze verbunden sind und sich später sternförmig ausbreiten. Die Innenseite der Arme ist mit einer oliv-schwarzen, schleimigen und übelriechenden Sporenmasse (Gleba) bedeckt. Der Geruch erinnert stark an verwesendes Fleisch oder Aas.
🍳 Verwendung: Kein Speisepilz Aufgrund seines extremen Aasgeruchs und der schleimigen Konsistenz ist der Pilz ungenießbar. Das "Hexenei" gilt theoretisch als essbar, wird aber aufgrund des späteren Geruchs und Geschmacks fast nie gesammelt.
🍂 Ökologie & Standort: Er wächst als Saprobiont auf nährstoffreichen Böden, oft in der Nähe von verrottendem Holz oder Laubstreu. Man findet ihn in Laub- und Mischwäldern, auf Waldwiesen, in Parks oder sogar in Gärten auf Rindenmulch. Er bevorzugt warme, feuchte Standorte und erscheint von Juli bis Oktober.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Optik & Geruch Die Kombination aus den roten Tentakeln und dem Aasgeruch schließt Verwechslungen praktisch aus. Der Geruch dient dazu, Fliegen anzulocken, die die Sporenmasse fressen und so zur Verbreitung des Pilzes beitragen.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Clathrus archeri
Weitere Bezeichnungen:
Tintenfisch-Gitterling, Krakenpilz
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
0.0 cm - 0.0 cm breit; leuchtend rot, unregelmäßig fleckend, Fruchtschicht olivgrün; Fruchtkörperdurchmesser bis ca. 20 cm, 3-8 zerbrechliche Arme, die bis zu 10 cm lang werden können und sich wie die Tentakel eines Tintenfisches ausbreiten, Oberfläche netzig bis grubig, Hexenei 3-5 cm groß, rund bis oval, wächst unterirdisch heran, Basis mit Myzelsträngen
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
keine Hutunterseite vorhanden, siehe Fruchtkörperbeschreibung
Hexenei mit rosa gefärbten Rhizomorphen (so kann man es von einem Hexenei von z. B. der Stinkmorchel unterscheiden), Gleba des ausgewachsenen Pilzes mit eingebetteten Sporen
Geruch:
stinkend, aasartig
Geschmack:
aasartig, muffig
Sporen:
olivbraun bis braun (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop blass olivlich bis hyalin; Größe: 10,0–14,0 x 4,0–5,5 µm (Q-Wert: ca. 2,2–2,8), zylindrisch bis ellipsoid, glatt, dünnwandig, oft mit Öltropfen; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion negativ.
LaubwaldNadelwaldMischwaldLaubholzWiese / grasige PlätzeWaldwiesenauf Wegen
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
✘Fruchtkörper: Entspringt einem 3–5 cm großen, weißlichen Hexenei. Nach dem Aufbrechen entfalten sich 3–8 kräftig rote bis pinkfarbene Arme, die an einen Tintenfisch erinnern.
✘Oberfläche & Sporen: Die Innenseiten der Arme sind mit einer oliv-schwarzen, schleimigen Masse (Gleba) bedeckt, die die Sporen enthält und einen extremen Aasgeruch verströmt.
✘Wuchsform: Die Arme sind zunächst an der Spitze verbunden, spreizen sich aber schnell sternförmig aus. Das Fleisch ist schwammig, porös und sehr zerbrechlich.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
EXOTISCHES AUSSEHEN & GERUCH:
Der Tintenfischpilz ist durch seine leuchtend rote Farbe und die Form einer "Land-Krake" im ausgewachsenen Zustand mit keinem anderen heimischen Pilz zu verwechseln. Der intensive Verwesungsgeruch dient dazu, Fliegen anzulocken, die die klebrigen Sporen an ihren Füßen wegtragen und so zur Verbreitung der Art beitragen.
Sammler-Berichte
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