Der Abgestutzte Drüsling (Exidia truncata) bildet schwarze, gallertartige Fruchtkörper, die oft wie ein umgekehrter Kegel oder ein abgestutzter Kreisel geformt sind. Sie erreichen eine Breite von 1–5 cm. Im Gegensatz zu verwandten Arten stehen die Fruchtkörper oft einzeln oder berühren sich nur, ohne völlig zu einer flächigen Masse zu verschmelzen. Die Oberseite ist mit feinen, schwarzen Drüsenpunkten (Papillen) übersät.
Nomenklatur-Notiz: Wird in älterer Literatur oft als Exidia glandulosa (sensu auct.) geführt. Heute bezeichnet dieser Name jedoch primär den Warzigen Drüsling. Die hier beschriebene Art wird zur eindeutigen Abgrenzung aktuell als Exidia truncata bezeichnet.
🍄 Kulinarik: Ungenießbar Der Pilz ist zwar nicht giftig, hat aber aufgrund seiner zäh-glibberigen Konsistenz und völligen Geschmacklosigkeit keinerlei Speisewert.
🍂 Ökologie & Erscheinen: Ein Saprobiont, der bevorzugt auf toten, noch berindeten Ästen von Eichen wächst, seltener an anderen Laubhölzern. Er verursacht eine Weißfäule. Der Pilz ist besonders in den feuchten Wintermonaten zu finden. Erscheinungszeit: Ganzjährig (Hauptaspekt Spätherbst bis Frühjahr).
🔬 Bestimmungs-Tipp:Einzelne Kreisel & Drüsen
Achten Sie auf die Form: Die Fruchtkörper wirken wie an den Ast "geklebt" und hängen oft etwas herab. Im trockenen Zustand schrumpfen sie zu einer schwarzen, hornartigen Kruste zusammen, quellen aber bei Regen sofort wieder auf.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Exidia Truncata
Weitere Bezeichnungen:
Stoppeliger Drüsling, Abgestutzter Drüsling
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
1.0 cm - 5.0 cm breit; dunkelbraun schwarz, schwarz; flach kreiselförmig, knopf- oder muschelförmig, z. T. auch gestielt, nicht zusammenfließend, gallertig, alt schlaff und z. T. in Klumpen hängend, trocken knorpelige bis hornartige Krusten bildend, Oberseite kahl, anfangs glatt, glänzend, dann fein runzelig, mit Drüsenwärzchen punktiert, Unterseite filzig-zottig, rau und matt
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
keine Hutunterseite vorhanden, siehe Fruchtkörperbeschreibung
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 0.0 cm, max. Stielbreite 0.0 cm; kein wirklicher Stiel vorhanden, bestenfalls gestielt, siehe Fruchtkörperbeschreibung
Fleisch:
schwarz, gallertig, elastisch, zäh
Geruch:
unbedeutend
Geschmack:
unbedeutend
Sporen:
weiß (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop durchsichtig (hyalin); Größe: 14,0–19,0 x 4,5–6,5 µm (Q-Wert: ca. 2,5–3,4), allantoid (würstchenförmig gebogen), glatt, dünn- bis mäßig dickwandig, oft mit kleinen Öltröpfchen an den Polen; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion negativ.
Boden:
Holz
Begleitpflanze:
keine Angabe
Vorkommen / Fundorte:
Laubholzan / auf Baumstümpfenauf Laubholzresten
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
✔Fruchtkörper: 1–5 cm breit; kreisel- bis becherförmig, oben meist flach abgestutzt; Farbe schwarz bis schwarzbraun. Die Oberfläche ist im feuchten Zustand glänzend und gallertartig-glitschig.
✔Oberfläche: Die Oberseite (Spermaschicht) ist mit feinen, warzigen Drüsenpunkten übersät; die Unterseite ist meist etwas matter, fein filzig oder rau und oft mit einem kurzen Stiel am Holz angewachsen.
✔Konsistenz: Bei Feuchtigkeit weich-gallertartig und elastisch; bei Trockenheit schrumpft der Pilz zu einer dünnen, schwarzen, krustigen Schicht zusammen, kann aber bei Regen wieder aufquellen.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
WUCHSFORM & TEXTUR:
Im Gegensatz zu anderen Drüslingen wächst diese Art meist in einzelnen, deutlich becherförmigen Fruchtkörpern und fließt nicht zu großen, flächigen Massen zusammen. Die feinen Drüsenwarzen auf der Oberseite sind ein mikroskopisches, aber oft auch mit der Lupe sichtbares Erkennungsmerkmal.
Sammler-Berichte
Noch keine Kommentare vorhanden.