⚠ Vorwarnstufe / Gefährdung unbekannten Ausmaßes - Bestand rückläufig bzw. nicht gesichert feststellbar
(Amanita baccata)
📖 Lamellenpilze
📷 Pilzbilder
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Blick auf ein liegendes Exemplar. Der gesamte Fruchtkörper erscheint in schmutzigen weißlich bis graufarbenen Farbtönen. Auf der Hutoberfläche befinden sich relativ große Velumreste.
Der Mittelmeer-Perlpilz (Amanita baccata) ist ein kräftiger Wulstling mit einem 5–12 cm breiten Hut. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Perlpilz ist dieser Pilz fast vollständig weiß bis creme-weiß gefärbt. Die Hutoberfläche ist mit warzigen, weißlichen Velumresten bedeckt. Der Stiel ist robust, an der Basis zwiebelartig verdickt und besitzt einen häutigen, gerieften Ring.
⚠ Toxikologie: Giftverdächtig / Rohessverbot Die Art gilt als giftverdächtig. Da seine Inhaltsstoffe nicht vollständig geklärt sind, wird vom Verzehr dringend abgeraten. Er enthält vermutlich wie andere Arten der Sektion thermolabile Hämolysine.
🍂 Ökologie & Erscheinen: Ein Mykorrhizapilz mediterraner Regionen. Er wächst bevorzugt in trockenen Laubwäldern (Steineiche, Korkeiche) oder Pinienhainen auf sandigen, kalkhaltigen Böden. In Mitteleuropa ist er extrem selten und nur an wärmebegünstigten Standorten zu finden. Erscheinungszeit: Herbst bis Winter (im Mittelmeerraum).
🔬 Bestimmungs-Tipp:Ring & Verfärbung
Achten Sie auf den gerieften Ring (Oberseite) – ein Merkmal der Sektion Validae. Im Gegensatz zum echten Perlpilz (A. rubescens) rötet das Fleisch nicht bei Verletzung oder Madenbefall, sondern bleibt weiß oder verfärbt sich höchstens schwach gelblich-creme.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Amanita baccata
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
5.0 cm - 12.0 cm breit; schmutzig weißlich, ockergrau, graubraun, grau; jung halbkugelig, dann ausgebreitet bis abgeflacht, die Huthaut ist mit flockig-körnigen bis flächigen Velumresten besetzt, nicht gerieft
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen frei, weiß bis cremefarben, dicht stehend
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 9.0 cm, max. Stielbreite 2.5 cm; weiß, manchmal etwas fleckig, kräftig, Ring anliegend und oberseitig gerieft, Basis mit wurzelnder, rübenartiger, zugespitzter Knolle, keine hautartige Scheide
Fleisch:
weiß, auf Druck rotbraun verfärbend
Geruch:
pilzig, nussig
Geschmack:
mild
Sporen:
weiß (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop durchsichtig (hyalin); Größe: 9,0–12,5 x 6,5–8,5 µm (Q-Wert: ca. 1,3–1,6), breit ellipsoid bis ellipsoid, glatt, dünn- bis mäßig dickwandig, meist mit feinen Öltröpfchen; Keimporus: kein Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz amyloid (dunkel blau-grau), KOH-Reaktion negativ.
✔Hut: 5–12 cm breit; meist weißlich bis hellbräunlich; mit deutlich abgesetzten, weißen Velumresten (Schuppen) bedeckt.
✔Lamellen: Dichtstehend, weißlich bis leicht bräunlich im Alter.
✔Stiel: Kräftig, mit häutigem Ring und einer ausgeprägten, oft weißen Knolle an der Basis.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
BESTIMMUNGSHINWEIS:
Der Mittelmeer-Perlpilz ist eine seltene Art, die meist in mediterranen Regionen vorkommt. Das markanteste Merkmal sind die fast perlenartigen Velumschuppen auf dem Hut in Kombination mit dem Standort unter Kiefern oder in mediterraner Macchie.
Sammler-Berichte
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