Der Überzuckerte Tintling (Coprinellus saccharinus) besitzt einen 2–5 cm breiten Hut, der anfangs eiförmig und später glockig geformt ist. Die Farbe variiert von ocker- bis lehmgelb. Das namensgebende Merkmal ist das glimmerartige Velum, das wie feine Zuckerkristalle auf der Hutoberfläche glänzt, jedoch im Gegensatz zum Glimmertintling oft spärlicher ausgeprägt ist.
🍄 Kulinarik: Ungenießbar / Giftverdächtig Wie viele kleine Tintlinge ist er kein Speisepilz. Da er dem Glimmertintling sehr ähnlich sieht, könnte er ebenfalls mit Alkohol unverträglich sein (Coprin-Syndrom), weshalb vom Verzehr dringend abzuraten ist.
🍂 Ökologie & Erscheinen: Ein Saprobiont, der an oder um stark vermorschtes Laubholz (oft vergrabene Wurzeln oder Stümpfe) wächst. Er erscheint meist gesellig oder in kleinen Büscheln. Erscheinungszeit: Mai bis Oktober.
🔬 Bestimmungs-Tipp:Velum & Mikroskopie
Makroskopisch ist er kaum vom Glimmertintling (C. micaceus) zu unterscheiden. Ein Hinweis kann der völlig glatte Stiel sein (beim Glimmertintling oft fein bereift). Eine sichere Unterscheidung ist meist nur durch die fehlenden Schnallen an den Hyphen mikroskopisch möglich.
2.0 cm - 5.0 cm breit; creme-beige, hellbraun bis ockerfarben; jung durch das Velum fast reinweiß wirkend; jung eiförmig bis glockig, später aufschirmend. Die Oberfläche ist fein körnig-pudrig (überzuckert). Vom Rand her deutlich gerieft bzw. gefaltet. Im Alter beginnt der Hut vom Rand her schwarz zu zerfließen (Autolyse).
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen, jung weißlich, später grau-braun und zuletzt schwarz und zerfließend. Sie stehen sehr dicht und sind frei vom Stiel
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 8.0 cm, max. Stielbreite 0.5 cm; reinweiß, zylindrisch, innen hohl und sehr zerbrechlich. Die Oberfläche ist glatt oder höchstens fein bereift/gepudert, aber niemals deutlich behaart wie beim Glimmer-Tintling.
Fleisch:
sehr dünn, weißlich, im Hut schnell schwarz werdend
Geruch:
unbedeutend bis pilzig
Geschmack:
mild
Sporen:
schwarzbraun bis schwarz (Massensporenfarbe), unter dem Mikroskop dunkel rotbraun bis schwarzbraun; Größe: 7,0–9,0 x 4,0–5,5 µm (Q-Wert: ca. 1,5–1,8), ellipsoid bis leicht mandelförmig (subamygdaloid), glatt, mäßig dickwandig; Keimporus: deutlicher, zentraler Keimporus vorhanden; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion dunkelbraun.
Boden:
Holz
Begleitpflanze:
keine Angabe
Vorkommen / Fundorte:
LaubwaldNadelwaldMischwaldParkanlagenLaubholzNadelholzunter Buchenunter EichenGärtenauf Pflanzenrestenan / auf Baumstümpfenauf Laubholzresten
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
✔Hut: 2–5 cm breit, eiförmig bis glockig, später aufschirmend; ockerbraun bis honiggelb, mit feinen, glänzenden Schüppchen bedeckt.
✔Lamellen: Jung weißlich, dann graubraun, im Alter schwarz zerfließend (deliqueszierend).
✔Stiel: Weißlich, zerbrechlich, hohl, glatt oder fein befasert.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
BESTIMMUNGSTIPP:
Der "überzuckerte" Look entsteht durch die charakteristischen glitzernden Velumresten auf dem Hut, die an feinen Zucker oder Glimmer erinnern. Ein wichtiges Merkmal ist das büschelige Wachstum am Fuß von Laubbäumen oder auf vergrabenem Holz.
Sammler-Berichte
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