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Pantherpilz

(Amanita pantherina)

📖 Lamellenpilze
📷 Pilzbilder

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Speisewert: giftiggiftig
Pilzgifte:
Muscarin • Ibotensäure • Muscarin
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Mä
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
✨ Wissenswertes

Der Pantherpilz ist ein giftiger Vertreter der Wulstlingsverwandten und verursacht das sogenannte Pantherina-Syndrom. Die Giftwirkung setzt meist rasch ein. Die enthaltenen Giftstoffe (Ibotensäure und Muscimol) wirken auf das zentrale Nervensystem. Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal ist der rein weiße, glatte (nicht gestreifte) Ring und die charakteristische Knolle mit dem sogenannten "Bergsteigersöckchen" (einem wulstigen Rand). Im Gegensatz zum Perlpilz rötet das Fleisch des Pantherpilzes an keiner Stelle.

⚠ GIFTIG: Pantherina-Syndrom
Der Verzehr kann zu schweren Rausch- und Bewusstseinsstörungen mit Halluzinationen, extremer Unruhe, Koordinationsstörungen, Muskelzuckungen und Krampfanfällen führen. In schweren Fällen können Koma und ein tiefer, komaähnlicher Schlaf auftreten. Die ersten Symptome treten typischerweise innerhalb von etwa 15 Minuten bis 4 Stunden nach dem Verzehr auf. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte umgehend ärztliche Hilfe bzw. ein Giftnotruf in Anspruch genommen werden.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Amanita pantherina
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
5.0 cm - 12.0 cm breit; hellbraun, graubräunlich bis dunkelbraun mit zahlreichen kleinen, weißen, abwischbaren Flocken; jung halbkugelig, später gewölbt bis flach, glänzend, Huthaut bis fast zur Mitte hin abziehbar, Rand lange nach unten gebogen und zumindest bei älteren Fruchtkörpern gerieft
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
am Stiel abgerundet, frei, weich, dicht stehend und weiß
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 12.0 cm, max. Stielbreite 2.0 cm; ausgestopft, später hohl, weiß feinfasrig-schuppig, Ring hängend und vergänglich, ungerieft, Knolle bis zu 4 cm breit, wulstig gerandet, darüber mit bis zu drei schuppigen Gürtelzonen
Fleisch:
relativ dünn, weich, weiß
Geruch:
keiner oder schwach rettichartig
Geschmack:
mild
Sporen:
weiß; Größe: 8,0–11,0 x 6,0–8,0 µm (Q-Wert: ca. 1,2–1,4), breit ellipsoid bis subglobos; Ornament: glatt, dünnwandig, inamyloid; Chemische Reaktionen: in Melzers Reagenz inamyloid, KOH-Reaktion inaktiv.
Boden:
saurer Boden
Begleitpflanze:
Adlerfarn, Heidelbeere, Moose
Vorkommen / Fundorte:
Laubwald Nadelwald Parkanlagen Mischwald unter Tannen unter Fichten unter Kiefern unter Birken unter Eichen unter Buchen
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
  • ✔ Hut: Gelb-braun bis graubraun, mit rein weißen, kleinen, flachen Schüppchen (Velumreste). Rand meist deutlich gerieft.
  • ✔ Manschette (Ring): Weiß, schmal, nicht gerieft (wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum Perlpilz!).
  • ✔ Stielbasis: Knollig mit einem charakteristischen, wulstigen "Bergsteigersöckchen" (abgesetzter Rand).
  • ✔ Fleisch: Weiß, unter der Huthaut nicht rötend (bleibt rein weiß).
⚠ Externer Medieninhalt
Bestimmungs-Video: Pantherpilz vs. Perlpilz (YouTube)
Hinweis: Dieses Video wurde von einem Drittanbieter auf YouTube erstellt und ist kein direktes Angebot von Mushroom-Toxin.de.

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