Der Braungrüne Rötling (Entoloma incanum) ist ein kleiner, aber optisch überaus markanter Pilz mit einem Hutdurchmesser von 1–4 cm. Er ist vor allem auf mageren Wiesen und an grasigen Waldrändern zu finden. Seine leuchtend gelb-grüne bis oliv-grüne Farbe ist in der Pilzwelt ungewöhnlich. Ein charakteristisches Merkmal ist das schnelle Umschlagen der Farbe nach Blau oder Türkis (Blauen), sobald der Pilz berührt oder gequetscht wird. Er verströmt oft einen unangenehmen Geruch nach verbranntem Horn oder Mäuseurin.
⚠ Warnhinweis: Ungenießbar & Rote-Liste-Art Der Braungrüne Rötling gilt als ungenießbar. Ein Verzehr sollte unterbleiben.
Speisewert: Ungenießbar. Spezifische Giftstoffe sind nicht bekannt.
Artenschutz: Die Art ist selten und in verschiedenen Roten Listen gefährdet bzw. mit Gefährdungsstatus unbekannten Ausmaßes eingestuft. Fruchtkörper sollten daher geschont und am Standort belassen werden.
⚠ Status & Seltenheit: In Deutschland selten bis sehr selten. Die Gefährdungseinstufung kann je nach Roter Liste bzw. Region unterschiedlich ausfallen. Er ist ein charakteristischer Bewohner nährstoffarmer, naturnaher Magerrasen.
🍂 Ökologie & Erscheinen: Ein Saprobiont auf stickstoffarmen Magerwiesen, Halbtrockenrasen und an grasigen, lichten Waldrändern. Er ist ein ausgeprägter Kalkzeiger. Erscheinungszeit: Juni bis September.
1.0 cm - 4.0 cm breit; gelb, gelb-grünlich, olivbraun, braungrünlich; jung halbkugelig, dann flach gewölbt, Mitte genabelt, Oberfläche glatt, in der Mitte oft feinflockig, Rand zu zwei Drittel durchscheinend gerieft
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen angewachsen, zuerst gelbweißlich, später graurosa, relativ entfernt stehend
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 6.0 cm, max. Stielbreite 0.3 cm; zylindrisch, zerbrechlich, hohl, grün bis gelbgrün, zur Basis und an Druckstellen dunkler blaugrün, Basis mit weißem Myzelfilz
Fleisch:
gelbgrün, dünn
Geruch:
unangenehm, nach verbranntem Horn
Geschmack:
fade, nicht mehlartig
Sporen:
rosa bis lachsrosa, unregelmäßig eckig
Boden:
Gras/Wiese, Kalkboden
Begleitpflanze:
Enzian, Aufrechte Trespe, Sonnenglöckchen
Vorkommen / Fundorte:
ParkanlagenWiese / grasige PlätzeWaldwiesenWeidenGärtenauf Wegen
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
✔Hut: 1–4 cm breit, grünlich-gelb bis bräunlich, fein schuppig, Mitte oft dunkler.
✔Lamellen: Jung gelblich, später durch das Sporenpulver rosarot, ausgebuchtet angewachsen.
✔Stiel:Gelbgrün, bei Verletzung oft blaugrün verfärbend.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
WICHTIGSTES MERKMAL:
Die charakteristische grünlich-gelbe Färbung des Fruchtkörpers und die typische blaugrüne Verfärbung bei Berührung oder Verletzung sind wichtige Bestimmungsmerkmale.
HINWEIS:
Der Braungrüne Rötling ist ungenießbar und giftverdächtig. Die toxikologische Datenlage ist nicht eindeutig. Aufgrund seiner Seltenheit und der unzureichend bekannten Inhaltsstoffe sollte er nicht verzehrt werden.
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