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Brauner Fliegenpilz

⚠ Rote Liste 3 - Gefährdet (Schonen)

(Amanita regalis)

📖 Lamellenpilze
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Speisewert: giftiggiftig
Pilzgifte:
Muscarin • Ibotensäure • Muscimol
Wachstumszeit / Monate:
Ja
Fe
Mä
Ap
Ma
Ju
Ju
Au
Se
Ok
No
De
✨ Wissenswertes
Der Braune Fliegenpilz ist ein stattlicher Mykorrhizapilz, der eng an die Fichte gebunden ist und saure, oft höhergelegene Böden bevorzugt. Im Gegensatz zu seinem roten Verwandten ist sein Hut gelbbraun bis leberbraun gefärbt, bleibt aber mit den charakteristischen gelblichen bis weißlichen Velumwarzen bedeckt. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum Pantherpilz ist die Stielbasis: Beim Braunen Fliegenpilz ist sie knollig und weist meist mehrere gürtelartige Ringzonen auf, die oft gelblich pigmentiert sind.
☣ Giftigkeit & Symptome:
Der Pilz ist giftig und verursacht das sogenannte Pantherina-Syndrom. Die wichtigsten Giftstoffe sind Ibotensäure und Muscimol. Sie wirken auf das zentrale Nervensystem und können Rauschzustände, Halluzinationen, Verwirrtheit, Koordinationsstörungen und in schweren Fällen Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit auslösen.
❗ Gefahr:
Symptome treten typischerweise innerhalb von etwa 15 Minuten bis 4 Stunden auf. Möglich sind Schwindel, Verwirrtheit, Halluzinationen, ausgeprägte Bewusstseinsstörungen und ein tiefer, komaähnlicher Schlaf. Ein Verzehr kann insbesondere bei Kindern zu schweren Vergiftungserscheinungen führen.
🔬 Bestimmungs-Tipp: Gelbe Farbtöne
Achten Sie auf das Velum (die Flocken auf dem Hut) und die Stielbasis: Diese sind beim Braunen Fliegenpilz fast immer deutlich gelblich oder creme-gelb gefärbt, niemals reinweiß wie beim Pantherpilz.
📜 Steckbrief
Wiss. Begriff:
Amanita regalis
Weitere Bezeichnungen:
Königsfliegenpilz, Königs-Fliegenpilz, Panther-Wulstling, Amanita muscaria var. regalis
Hutbeschreibung (ggf. Fruchtkörperbeschreibung):
5.0 cm - 15.0 cm breit; gelbbraun, lederbraun, dunkelbraun; jung kugelig, von gelblichem Velum eingehüllt, später gewölbt bis ausgebreitet mit niedergedrückter Hutmitte, Oberfläche feucht etwas klebrig, glänzend, mit warzig-scholligen, weißlichen oder gelbweißen Velumresten besetzt, Huthaut etwas bis zur Mitte abziehbar, Rand teilweise etwas gerieft
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
Lamellen frei, bauchig, breit, sehr gedrängt, weißlich bis gelblich, Schneiden flockig
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 20.0 cm, max. Stielbreite 2.5 cm; zylindrisch, voll, alt hohl, weißlich bis gelblich, Ring vergänglich und hängend, Knolle bis zu 3 cm breit, mit mehreren Schuppengürteln
Fleisch:
weiß, unter der Huthaut mit gelber, gelbbrauner, gelbgrüner Übergangszone
Geruch:
unbedeutend
Geschmack:
unbedeutend
Sporen:
weiß, ellipsoid, glatt, hyalin
Boden:
saurer Boden
Begleitpflanze:
Weiße Heinsimse, Heidelbeere, Frauenhaarmoos
Vorkommen / Fundorte:
Nadelwald unter Fichten Bergwälder
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
  • ✔ Hut: 5–15 cm breit, leberbraun bis dunkelbraun, mit weißen bis gelblichen Flocken (Hüllreste) bedeckt.
  • ✔ Lamellen: Dichtstehend, weiß, frei stehend.
  • ✔ Stiel: Weißlich, mit deutlich gerandetem Knollen an der Basis und einem deutlichen Ring.
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
WICHTIGSTES MERKMAL:
Die leberbraune Hutfarbe unterscheidet ihn vom klassischen roten Fliegenpilz, ansonsten sind die typischen Merkmale der Wulstlinge (Ring, Knolle, Lamellen) vorhanden.
GIFTWARNUNG:
Der Braune Fliegenpilz ist giftig. Er enthält dieselben Giftstoffe wie der Fliegenpilz (Muscimol, Ibotensäure) und führt zu Vergiftungserscheinungen des zentralen Nervensystems (pantherin-muscaringes Syndrom).

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