⚠ Vorwarnstufe / Gefährdung unbekannten Ausmaßes - Bestand rückläufig bzw. nicht gesichert feststellbar
(Discina ancilis)
📖 Schlauchpilze
📷 Pilzbilder
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Frontalansicht. Die Innenseite ist deutlich dunkler als die Außenseite; da der Pilz aber äußerst runzelig werden kann ist es nicht immer gut zu erkennen was Innen- und was Außenseite ist.
Blick von oben. Der Pilz ist im Jungzustand selten so runzelig wie hier dieses ältere Exemplar. Im Jungzustand sind die Fruchtkörper meist becher- oder tellerförmig.
Nahansicht. Die Fruchtkörper besitzen zwei verschiebene Farben - eine Farbe geht ins bräunliche (auch mit rötlichen Nuancen) und eine Farbe geht ins weißliche bis cremefarbene.
Blick von oben. Die Fruchtkörper werden im Laufe der Zeit oft wellig-runzelig-aderig. Wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu potenziellen Doppelgängern ist der Fundort auf Nadelholz. Der äußerst ähnliche Morschelbecherling wächst z. B. hauptsächlich in kalkhaltigen Auwäldern auf Laubholz.
Die Größte Scheibchenlorchel (Discina ancilis, Syn.: Gyromitra ancilis) ist ein charakteristischer Frühjahrspilz. Die Fruchtkörper werden 3–15 cm breit und sind zunächst schüsselförmig, bevor sie sich flach scheiben- oder schalenförmig ausbreiten. Die Innenseite (Fruchtschicht) ist hellbraun, kastanienbraun bis nussbraun und oft runzelig bis adrig gefaltet. Die Außenseite ist deutlich blasser, weißlich bis blass-beigefarben. Ein eigentlicher Stiel fehlt meist oder ist nur als kurzer, rippiger Strunk ausgebildet, der tief im Holz oder Substrat verankert ist.
🍄 Speisewert: Bedingt essbar Die Scheibchenlorchel wird in einigen Quellen als essbar nach ausreichender Erhitzung eingestuft. Wegen der nicht eindeutig geklärten Verträglichkeit sollte sie jedoch nur gut durchgegart und in kleinen Mengen verzehrt werden.
Kulinarik: Sie besitzt ein feines, leicht nussiges Aroma und eignet sich als Mischpilz im Frühjahr.
Zubereitungstipp: Von einem Verzehr im rohen oder unzureichend gegarten Zustand ist abzuraten. Die genaue Ursache möglicher Unverträglichkeitsreaktionen ist bei dieser Art nicht eindeutig geklärt. Eine bestimmte Erhitzungsdauer kann daher nicht als Garantie für eine vollständige Beseitigung möglicher problematischer Inhaltsstoffe angegeben werden.
🍂 Ökologie & Standort: Ein Folgezersetzer (Saprobiont) an morschem Nadelholz, besonders an alten Baumstümpfen, liegenden Stämmen oder holzreichem Boden. Sie bevorzugt Fichte und Kiefer, selten wächst sie auch an Laubholz wie Rotbuche. Erscheinungszeit ist das zeitige Frühjahr von März bis Juni (oft zusammen mit Morcheln).
Achten Sie im Frühjahr auf braune, teller- bis ohrenförmige Scheiben auf morschem Nadelholz. Die hirnartig bis adrig gewölbte Mitte der Scheibeninnenseite unterscheidet sie von glatten Becherlingen.
3.0 cm - 15.0 cm breit; Oberseite rotbraun, kastanienbraun, dattelbraun bis hazelnutbraun; Unterseite deutlich blasser, cremefarben bis weißlich-rosa; Schüsselförmig, teller- bis scheibenartig ausgebreitet, im Alter oft unregelmäßig gewellt, runzelig und faltig mit verbogenem Rand.
Fruchtschicht (Lamellen/Poren):
keine Lamellen oder Poren; glatte bis leicht mehlige, blass-weißliche bis rosa-cremefarbene Außenseite mit hervortretenden Adern/Rippen.
Stiel Beschreibung:
max. Stielgröße 3.0 cm, max. Stielbreite 3.0 cm; sehr kurz, oft tief im Substrat eingesenkt. Dicker, rippiger, furchiger und weißlicher bis blasscremefarbener Stielansatz; oft kaum als Stiel wahrnehmbar.
Fleisch:
weißlich, brüchig, wachsartig, dünn bis mäßig dick
Geruch:
unbedeutend
Geschmack:
mild, nussartig
Sporen:
weißlich bis blass gelblich, elliptisch, spindelförmig, recht groß, besitzen an beiden Enden ein auffälliges, spitzes, durchscheinendes Anhängsel. Die Oberfläche reifer Sporen ist netzartig strukturiert (retikuliert). Die Oberfläche reifer Sporen ist netzartig strukturiert (retikuliert).
Boden:
morschiges Holz
Begleitpflanze:
keine Angabe
Vorkommen / Fundorte:
NadelholzBergwälderan / auf Baumstümpfen
🔍 Wichtigste Bestimmungsmerkmale
✔Fruchtkörper: Bis zu 15 cm breit; jung becherförmig, später scheiben- oder tellerförmig ausgebreitet, oft gewellt bis runzelig; Innenseite (Fruchtschicht) hellbraun, rotbraun bis dunkelbraun.
✔Außenseite & Stiel: Außenseite blasser, cremefarben bis weißlich, oft rippig-adrig; Stiel sehr kurz, dick, tief gerippt und fest im Substrat verankert.
✔Wuchsform & Vorkommen: Im Frühjahr (ca. März bis Juni) typischerweise als Folgezersetzer direkt auf morschem Nadelholz (vor allem Fichten- und Kiefernstümpfe).
⚠ HINWEIS ZUR VERTRÄGLICHKEIT
Die Scheibchenlorchel sollte wegen der nicht eindeutig geklärten toxikologischen Datenlage nicht roh oder unzureichend gegart verzehrt werden. Die Art wird in der Literatur teilweise als essbar nach ausreichender Erhitzung eingestuft, die genaue Ursache möglicher Unverträglichkeitsreaktionen ist jedoch nicht abschließend geklärt. Eine sichere Zubereitung lässt sich daher nicht allein anhand einer bestimmten Erhitzungsdauer garantieren. Geschmacksproben an rohen Exemplaren sollten unterbleiben.
🔍 Bestimmungs-Tipps
BESTIMMUNGSTIPP: Die Scheibchenlorchel wächst im Gegensatz zum verwechselbaren Morchelbecherling direkt auf morschem Nadelholz und besitzt einen vollkommen neutralen Geruch (der Morchelbecherling riecht stechend nach Chlor). Zudem hat sie eine adrig-gerippte Unterseite und erscheint bereits sehr früh im Frühjahr.
Sammler-Berichte
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